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Satellitenempfang für Einsteiger



STARTSEITE und SUCHE

Einführung in den Satelliten-Direktempfang
[Teil 2] [Teil 3] [Teil 4]

Satellitenanlage selbst aufbauen - Montageanleitung
[Teil 2] [Teil 3] [Teil 4] [Teil 5] [Teil 6]

Einkabelsysteme und Kanalaufbereitung
[Teil 2] [Teil 3] [Teil 4] [Teil 5]

Umrüsten analoger Anlagen auf Digitalempfang
(Stichtag: 30. April 2012)

Alles Wichtige über HDTV

Empfangswege (Sat, Kabel, Antenne) kombinieren

Empfang englischer Sender auf Astra 2D
[English Version]

Häufig gestellte Fragen rund um den Satellitenempfang

Einführung in DiSEqC

Unsichtbare bzw. unauffällige Satellitenschüsseln

LNB-Abstände beim Multifeed-Empfang

Narrensicherer Sat-Empfang - Hilfe für technisch unbegabte Mitmenschen
[Teil 2] [Teil 3] [Teil 4]

Besonderheiten beim Sat-Empfang in Österreich und der Schweiz

Empfang deutscher Programme im Ausland

Empfangsstärke / Schüsselgrößen

Filme vom Festplattenreceiver zum PC übertragen

Eigene DVB-Aufnahmen auf DVD brennen

DVB-Radio aufnehmen und MP3s erstellen oder CDs brennen

DVD-Recorder und DVD-Festplatte-Kombis für Digitalfernsehen nutzen

Fremdsprachen-Sender als Hilfe zum Sprachenlernen

Meine eigene Anlage - Wie ich zum Sat-Empfang kam

Weiterführende Links und Händler-Adressen

IMPRESSUM

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Im Ausland deutsches Fernsehen und Radio empfangen

Wer sich als Deutscher im Ausland aufhält, möchte über das Leben in Deutschland informiert bleiben. Dies gilt einerseits für Urlauber, erst recht aber für Leute, die im Ausland leben und arbeiten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob und wie man im Aufenthaltsland deutsches Fernsehen oder wenigstens Radio empfangen kann.
Eine Binsenweisheit lautet, dass der Empfang deutschen Fernsehens komplizierter wird, je weiter man sich geographisch von Deutschland entfernt. Welche Möglichkeiten wo gegeben sind, will diese Seite auflisten. Sollte ich irgendwas vergessen haben, bitte ich um Mitteilung.

Satellitenempfang
- Satellitenempfang über Astra
- Satellitenempfang über Hotbird (auch naher Osten)
- 'DeuKom' (Südafrika)
- 'DishNetwork' (USA, Kanada, tw. Mittel- und Südamerika)
- 'Deutsche Welle TV' über Exoten-Satelliten oder Kabel (fast weltweit)

Deutsche Radiosender über Mittel- und Kurzwelle

Video- und Audiostreams übers Internet
- Streams der Sender
- Online-Videorecorder
- Eigener Streamingserver

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Satellitenempfang

Der digitale Satellitenempfang bietet sich als einfachste Möglichkeit des grenzüberschreitenden Empfangs an. Allerdings strahlen Satelliten nicht mit unbegrenzter Reichweite: Um die Leistung des Satelliten bestmöglich zu nutzen, wird das Zielgebiet durch speziell geformte Senderreflektoren eingeschränkt. Daraus ergibt sich ein Kerngebiet optimalen Empfangs, das von immer schwächer versorgten Gebieten eingekreist wird. Je weiter man sich also aus dem zentralen Beam des Satelliten entfernt, umso schwächer ist der Empfang und umso größer muss die verwendete Satellitenschüssel sein. Hinzu kommt, dass verschiedene Transponder derselben Satellitenposition unterschiedlich große Beams haben können; im Grenzbereich sind dann z. T. nur noch einige der Programme zu empfangen.

Eine optische Darstellung der Ausleuchtzone eines Satelliten nennt man in Anlehnung an ihr Aussehen Footprint. Solche Footprints geben Auskunft darüber, wo man einen bestimmten Satelliten mit welcher Stärke (und damit welcher Schüsselgröße) empfangen kann. Allerdings ist z. T. auch außerhalb der aufgezeichneten Bereiche noch Empfang möglich, wenn man eine deutlich größere Schüssel benutzt.

Im Zweifelsfall sollten Sie in einem themenbezogenen Forum nachfragen, ob jemand Erfahrung mit Empfang in Ihrem Zielgebiet hat.

Astra-Satelliten
Die Astra-Satelliten auf der Orbitalposition 19,2° Ost bedecken den Großteil Europas sowie die Kanaren. Neben den gängigen deutschen Fernsehsendern sind über Astra auch alle öffentlich-rechtlichen sowie eine Vielzahl privater Radiosender zu empfangen.

In den Randgebieten muss man unterscheiden, welcher Beam für den jeweiligen Transponder verwendet wird; man kann das z. B. in der Liste bei Lyngsat sehen (zweite Spalte von rechts). Die meisten folgen zwei verschiedenen Auslegungen (hier und hier), die sich nur geringfügig unterscheiden. Wenige weitere Transponder nutzen den sogenannten Widebeam; der hat Schwächen im Norden, reicht dafür aber im Südwesten umso weiter: Es wird der Großteil der Türkei, der Norden Libyens und Agyptens sowie ein Teil des Nahen Ostens bis runter nach Saudi-Arabien erreicht. Leider betrifft der Widebeam nur ein paar zweitklassige Sender.

Fürs Astra-Kerngebiet genügen 60 cm, für die Footprint-Außenbereiche braucht man Schüsseln mit 120 cm Durchmesser. Benutzt man Schüsseln mit erheblich größeren Durchmessern, lässt sich das Gebiet noch ein Stück über den offiziellen Footprint hinaus dehnen.

Hotbird-Satelliten
Die Hotbird-Satelliten auf 13° Ost werden wegen ihres breiteren Sendegebietes dann interessant, wenn man sich außerhalb des Astra-Gebietes befindet. Leider sind die meisten deutschsprachigen Sender mittlerweile von Hotbird verschwunden, so dass nur noch ein kleines Grüppchen geblieben ist - aber immerhin besser als nichts. Zum Zeitpunkt der Überarbeitung dieser Seite sind das: ARD, ZDF, DW-TV, RTL Schweiz, RTL2 Schweiz, Arte, Euronews und SF Info. (Die Liste bei Lyngsat zeigt stets den aktuellen Stand.) An deutschsprachigen Radios bietet Hotbird lediglich ein paar Varianten von DW-Radio sowie die DRS-Radioprogramme aus der Schweiz.
Der Footprint erstreckt sich im Süden auf den Nordteil Algeriens, Libyens, Ägyptens und Saudi-Arabiens. Im Osten sind Kasachstan und etwa die westliche Hälfte Russlands erreichbar. Im Westen und Nordwesten sind auch die Azoren, Island und ein kleiner Teil Grönlands von Hotbird ausgeleuchtet. Allerdings sind in den Randbereichen für Hotbird-Empfang bereits Schüsseln von mehreren Metern Durchmesser erforderlich.

DeuKom - Südafrika
Wenn Sie in Südafrika wohnen, haben Sie eine besondere Option, deutsches Fernsehen zu sehen: Über DeuKom können Sie sieben deutsche Fernsehprogramme (ARD, ZDF, RTL, Sat1, Pro 7, 3Sat und DW-TV) sowie drei Radioprogramme (Bayern 1, Bayern 3 und DW-Radio) abonnieren. Die Programme werden live zugeführt und sind Teil eines südafrikanischen Pay-TV-Dienstes. Das nötige Sat-Equipment bekommen Sie von DeuKom gestellt.

DishNetwork - USA
In den USA werden über die Satellitenplattform Dish Network insgesamt fünf deutsche Sender als Pay-TV angeboten: Unter dem Namen ProSiebenSat.1 Welt gibt es ein Auslandsfernsehen der Pro7-Sat1-Gruppe mit Serien, Nachrichten und bestimmten Sportereignissen. Ein Ableger davon ist German Kino Plus mit deutschen Filmen und Fernsehserien (auch z. T. von den Öffentlich-Rechtlichen übernommen). My Sports Germany zeigt ausgewählte Sportereignisse aus Deutschland und Europa; insbesondere gehören dazu alle Spiele der Fußball-Budesliga. Ergänzend gibt es mit der deutschen Variante von EuroNews sowie Deutsche Welle TV noch zwei Nachrichtensender (auch wenn DW-TV mittlerweile überwiegend auf Englisch oder Spanisch sendet).
DW-TV gibt es ferner in einigen nordamerikanischen Kabelnetzen, in Kanada, in ausgewählten Kabelnetzen Mexikos sowie in Chile. Auch ProSiebenSat1.Welt und German Kino Plus bemühen sich um Einspeisung in immer mehr Kabelnetze in den USA und Kanada.

Rein technisch klappt der Empfang von DishNetwork auch in Teilen Kanadas und Mittelamerikas. Allerdings ist diesen Ländern kein offizielles Abo erhältlich, so dass Sie es sich über Zwischenhändler oder Bekannte in den USA beschaffen müssen. Außerhalb des Kerngebietes müssen Sie größere Schüsseldurchmesser benutzen, können also nicht die von DishNetwork mitgelieferte Mini-Schüssel verwenden.

Deutsche Welle TV - fast weltweit
Wenn Sie sich außerhalb des Beams von Hotbird befinden und sich weder in Südafrika (DeuKom) noch im Empfangsbereich von DishNetwork (Nordamerika) aufhalten, wird es mit dem Satellitenempfang dünn.
Der einzige deutsche Sender, den Sie außerhalb der Astra- und Hotbird-Region frei vom Himmel holen können, ist das staatliche Auslandsprogramm Deutsche Welle TV (DW-TV), das leider nur noch einen kleinen Teil seines Programms in deutscher Sprache produziert. Außer auf Astra und Hotbird wird es weltweit noch auf einigen weiteren Satellitenpositionen unverschlüsselt ausgestrahlt. Die notwendigen Empfangsanlagen sowie die Schüsselgrößen unterscheiden sich je nach Satellitenposition, Sendenorm und Sendefrequenz. Ob sich der freie Empfang im Einzelfall lohnt, müssen Sie im Vergleich zu alternativen Empfangsmöglichkeiten abwägen: Deutsche Welle TV wird zusätzlich weltweit in vielen Kabelnetzen und Pay-TV-Satellitenpaketen angeboten. Manchmal ist der Empfang damit - trotz monatlicher Kosten - einfacher und weniger aufwendig als der freie Satellitenempfang.

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Radiosender auf Mittel- und Kurzwelle

Schon zu Opas Zeiten bekannt war der weltweite Empfang von deutschen Radiosendern auf Mittel- und Kurzwelle. Mittelwelle erreicht weite Teile Europas, Kurzwelle auch den Rest der Welt. In Zeiten des Internet-Radios (siehe nächster Abschnitt) wird diese Empfangsart zunehmend uninteressant, noch dazu, da die Tonqualität für heutige Ohren mehr als bescheiden klingt: selbst eine durchschnittliche Telefonverbindung ist klarer verständlich.
Solange man in Europa unterwegs ist, findet man auf Mittelwelle einzelne ARD-Sender vom Bayerischen, Norddeutschen, Mitteldeutschen (usw.) Rundfunk. Außerhalb der Mittelwellen-Reichweite (die nachts übrigens höher als tagsüber ist) kann man noch die "Deutsche Welle" empfangen, die nahezu weltweit auf diversen Kurzwellenfrequenzen ausgestrahlt wird. Man braucht dazu nur einen kleinen Weltempfänger, also weder Satellitenschüssel noch Kabelanschluss oder Internetzugang. Auf dieser Seite gibt es nähere Angaben dazu.

Immer noch im Versuchsstadium befindet sich die Ausstrahlung in der digitalen Kurzwellennorm DRM (Digital Radio Mondiale), die langfristig die bisherige analoge Kurzwelle ablösen soll und dank MPEG4-Codierung fast UKW-Mono-Qualität erreicht. Im Vergleich zur analogen Kurzwelle ist das ein großer Fortschritt, wobei die Reichweite dieselbe bleiben soll. Ob sich DRM wirklich durchsetzt, ist angesichts der immer größeren weltweiten Verbreitung von Internetzugängen und dem dadurch sinkenden Bedarf an Radioempfang fraglich; die Deutsche Welle hat ihre DRM-Ausstrahlung nach Ende der Versuchsphase vorerst wieder eingestellt.

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Video- und Audiostreams via Internet

Immer mehr an Bedeutung gewinnt die Ausstrahlung von Radio und Fernsehen via Internet. Nicht umsonst kassiert die GEZ mittlerweile Gebühren für in Deutschland betriebene PCs.
Man unterscheidet Live-Streams (das aktuelle Programm live, nur durch die paketweise Übertragung bedingt um 10 bis 20 Sekunden verzögert) und Streams-On-Demand (Sendungen oder Ausschnitte von Sendungen, die man jederzeit abrufen kann). Auf dem empfangenden Computer muss hierzu ein passender Player installiert sein (was man z. B. in Internetcafés nicht in jedem Fall voraussetzen kann). Die verbreitetsten Formate sind FlashVideo, RealMedia, WindowsMedia und Quicktime - wobei FlashVideo derzeit am häufigsten vorkommt.
Sehr unterschiedlich ist die zum Empfang nötige Bandbreite; im Idealfall benutzen Sender einen Multistream, so dass sich die Datenrate (und damit die Qualität) an die verwendete Verbindung anpassen lässt. Radiosender kann man durchaus schon mit einer Datenrate von 30 bis 40 kbps ordentlich hören (wenn auch nicht ganz auf UKW-Niveau), weshalb viele Sender erst gar keine höhere Bandbreite anbieten. Diese Übertragung ist bereits mit einer Modem-Verbindung zu empfangen.
Fernsehsender wird man mit solchen Bandbreiten jedoch nicht befriedigend sehen können; hierfür sind Bandbreiten von 500 kbps oder mehr zu empfehlen (also mindestens ein DSL-Zugang oder Vergleichbares), und selbst dann entspricht die Qualität noch längst nicht dem, was wir von konventioneller Ausstrahlung gewohnt sind.
Das Schöne an Streaming-Video und -Audio ist, dass man es weltweit überall sehen oder hören kann, wo ein stabiler Internetzugang zur Verfügung steht (sofern man dafür nicht einen hohen Minutenpreis zahlen muss, denn dann würde es ein teurer Spaß). Auf die Empfangssicherheit herkömmlicher Empfangswege darf man freilich noch nicht bauen, denn das Internet hat zeitweise unter Datenengpässen zu leiden, die dann für Live-Streams besonders fatal sind; speziell breitbandige Fernsehübertragungen werden nicht zu jeder Zeit am anderen Ende der Welt ohne Aussetzer ankommen. Mit der Zeit kriegt man raus, um welche Uhrzeit nicht so viele User unterwegs sind; dann klappt auch die Übertragung breitbandiger Dienste.

Streams der Sender
Aus Deutschland gibt es Radiostreams in reicher Auswahl. Die meisten Häuser der ARD beteiligen sich mit mehreren ihrer Radiosender, und auch viele der Privatradios sind im Netz zu empfangen. Die Chance, den eigenen Lieblingssender fernab der Heimat reinzubekommen, stehen also gut. Entsprechende Links finden sich auf den Homepages der jeweiligen Sender.

Weniger freigebig sind Fernsehsender, so dass hier das Angebot deutscher Sender beschränkt ist. Dies hat nicht zuletzt lizenzrechtliche Gründe. Am leichtesten tun sich Sender, die zu 100 % Eigenproduktionen ausstrahlen und somit etwas unabhängiger von Lizenzgebern sind. Folgerichtig sind es auch eher Nachrichten- und Shoppingsender, deren Programm als Live-Videostream zugänglich ist.
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und 3-Sat stellen nur einzelne Sendungen (z. B. Nachrichtensendungen) live ins Netz.

Breiter gefächert (und für die meisten Nutzer im Ausland ohnehin interessanter) ist das Angebot an Videostreams-On-Demand, die man rund um die Uhr abrufen kann - oft schon kurz, nachdem sie in Deutschland erstmals gesendet wurden. Die prominentesten Angebote dieser Art sind jene der ARD Tagesschau und des ZDF-Heute-Journals. Daneben findet sich auf den Homepages der Sender eine Menge weiterer Videostreams mit kürzlich ausgestrahlten Informations- und Unterhaltungssendungen.
Auch die Privatsender stellen mittlerweile fast alle eigenproduzierten Sendungen eine Zeitlang kostenlos ins Netz; allerdings muss man sich dort auch jede Menge Werbung mit anschauen.

Online-Videorecorder
Es besteht ganz offensichtlich Bedarf für weltweiten Zugriff auf Fernsehen - auch auf Sendungen, die normalerweise nicht als Streams zur Verfügung stehen. Die Betreiber der Seiten 'Shift.tv' und 'Bong.tv' haben die Marktlücke erkannt und bieten gegen Gebühr einen "Online-Videorecorder": Man kann sich dort Sendungen aus verschiedenen deutschen Sendern aussuchen und aufzeichnen lassen. Zugriff darauf hat man dann mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung in Form einer Streamingdatei, die man, auch wenn dies nicht ausdrücklich so beworben wird, von jedem weltweiten Breitband-Internetzugang aus ansehen kann.
Die Frage, ob das Konzept "Online-Videorecorder" legal sei, war schon Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren. Insbesondere die Auseinandersetzungen zwischen Shift.tv und dem Sender RTL machen seit Jahren immer wieder Schlagzeilen; einige andere Sender haben die Online-Videorecorder klaglos akzeptiert. Mitte 2011 hat Shift.tv wieder einen Teilerfolg vermeldet, aber die endgültige juristische Bewertung steht noch aus. Als Kunde muss man sich davon nicht verunsichern lassen: In dem Umfang, der heute angeboten wird, kann man die Online-Videorecorder bedenkenlos nutzen.

Privater Streamingserver
Aus lizenzrechtlichen Gründen verzichten die meisten kommerziellen Fernsehsender darauf, Live-Streams ihres Programmes ins Internet zu stellen, so dass man Sendungen erst später "On Demand" anschauen kann. Selbst die Online-Videorecorder enthalten noch nicht alle Programme. Nicht unerwähnt lassen will ich daher eine alternative Empfangsmethode, die mit zunehmender Verfügbarkeit von Breitband-Internetzugängen an Bedeutung gewinnt. Die Rede ist von der Moglichkeit, selbst einen privaten Streamingserver einzurichten. Man muss dazu irgendwo in Deutschland oder Europa ein Empfangsgerät (z. B. Satellitenreceiver) installieren oder sich an eine vorhandene Empfangsanlage anschließen (z. B. im Keller von Freunden, falls man selber keine Wohnung mehr in Deutschland hat) und mittels geeigneter Technik die gewünschten Programme auf eine übertragbare Bandbreite reduzieren. Weiterhin braucht man einen Internetzugang mit schnellem Upstream, um den Videostream live ins Internet zu senden. Am anderen Ende (also am neuen Wohnort) braucht man zumindest einen breitbandigen Downstream, um das Programm zu empfangen. Der Server, der das Programm streamt, wird vom Empfangsort aus ferngesteuert. So kann man jeden Sender nahezu live übertragen, wenngleich in verschlechterter Bildqualität (abhängig von der verfügbaren Bandbreite).
Anfangs brauchte man für ein solches Vorhaben einen sehr leistungsstarken Computer/Server, der kompliziert konfiguriert und für jederzeitigen Zugriff 24 Stunden am Netz gehalten werden musste. Inzwischen gibt es dafür erschwingliche Geräte wie Slingbox oder PCTV Broadway, die im Standby nicht so viel Strom brauchen und auch von interessierten Laien eingerichtet werden können.
Aufgrund des notwendigen Internetzugangs in Deutschland/Europa bleibt der private Streamingserver trotzdem eine Empfangsvariante für die hartgesottenen Fernseh-Fans unter den Auswanderern. Anders sieht es aus, wenn man in Deutschland ohnehin einen schnellen Internetzugang unterhält und das Streaming nur zeitweise (z. B. im Urlaub) benötigt; der Aufwand beschränkt sich dann auf die Anschaffung einer Streaming-Box..

Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: Dezember 2011

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