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Satellitenempfang für Einsteiger

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Narrensicherer Sat-Empfang - Hilfe für technisch unbegabte Mitmenschen
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Meine eigene Anlage - Wie ich zum Sat-Empfang kam

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Zusammenstellung und Montage Ihrer Anlage (Teil 5)

Verlegen des Koaxialkabels

Nun müssen Sie das Koaxialkabel von der Schüssel bis zum Multischalter oder späteren Standort des Receivers verlegen.
Achten Sie darauf, dass der Stecker am LNC ordnungsgemäß montiert ist (falls Sie ihn vorher nur provisorisch angeschraubt haben) und gegen Feuchtigkeit geschützt wird. Wenn bei einer Satellitenanlage zum späteren Zeitpunkt Probleme auftreten, hat man es fast immer mit feuchtigkeitsbedingten Kurzschlüssen in den Steckern am LNC zu tun. Von daher sollte diesem Punkt große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die meisten LNCs bringen bereits einen Wasserschutz für die Anschlussbuchse(n) mit; ansonsten empfiehlt es sich, den Stecker straff mit selbstverschweißendem Dichtungsband zu umwickeln. Zusätzlich können Sie "wasserdichte" F-Stecker benutzen, die oben und unten eine Gummidichtung besitzen.
Mit den einfachen Gummitüllen, die häufig angeboten werden, habe ich hingegen schlechte Erfahrungen gemacht. Sie sind nie richtig dicht.

Wenn der Feedarm herstellerseitig keine Befestigung für das Kabel mitbringt, können Sie es mit wetterfestem Klebeband oder mit Kabelbindern daran festzurren. Bei einigen Herstellern ist es möglich, die Kabel durch einen Hohlraum des Feedarms zu ziehen. Das muss natürlich vor dem Anschrauben und Abdichten der F-Stecker geschehen. (Überhaupt sollten Sie sich schon in der Vorbereitungsphase Gedanken machen, wie Sie das Kabel verlegen werden.)
Legen Sie das Kabel hinter der Schüssel großzügig um die Kurve oder machen Sie sogar eine kleine Schleife. Falls Sie nämlich später eine größere Schüssel montieren möchten, fehlt Ihnen sonst ein Stück Kabel für den längeren Feedarm.

In bestimmten Montagesituationen (wenn man nachher nicht mehr an den Feedarm herankommt) kann es vorteilhaft sein, Anschluss und Abdichtung der Stecker am LNC bereits vor der Justage (Schritt 6) vorzunehmen.

Die weitere Verlegung des Kabels hängt von Ihren örtlichen Gegebenheiten ab.
Wenn das Kabel nicht länger als 50 Meter ist, brauchen Sie keinesfalls einen Verstärker. Auch bei längeren Kabeln sollte ein Verstärker nur benutzt werden, wenn nachweislich Probleme wegen der Kabellänge vorliegen. (Ein Verstärker kann keinen schlechten Empfang ausgleichen, sondern nur Kabelverluste. Der Empfang kann bestenfalls so gut sein wie direkt an der Schüssel.) Mit gestörtem Bild (wie man es vom Kabelanschluss oder von terrestrischen Antennen kennt) ist beim digitalen Satellitenempfang nicht zu rechnen. Der LNC selbst besitzt schon einen kräftigen Ausgangspegel, so dass überflüssige Verstärker sogar zur Übersteuerung und damit zu Empfangseinbußen führen.

Bei komplexeren Anlagen werden Sie ganze Kabelstränge verlegen müssen. Wenn Sie auf Putz verlegen müssen, empfehle ich aus optischen Gründen die Benutzung von Kabelkanälen.

Sie benötigen 4 Kabel pro LNC von der Schüssel zum Multischalter und jeweils 1 Kabel vom Multischalter zu jedem Receiver. Ferner benötigen Sie für den Multischalter zur Stromversorgung eine 230-V-Steckdose. Bei LNCs mit integriertem Multischalter (Single, Twin, Quad, Octo) legen Sie die entsprechende Anzahl Kabel direkt von der Schüssel zu den Receivern. Eine eigene Stromversorgung ist dann nicht nötig, weil diese LNCs von den Receivern mit Strom versorgt werden.

Wenn Sie eine besonders saubere Montage im Wohnraum wünschen, sollten Sie Sat-Antennendosen montieren. Diese Dosen haben neben den terrestrischen Radio- und Fernsehbuchsen eine oder zwei Sat-Buchsen (man nennt sie 3-Loch- bzw- 4-Loch-Dosen). Wenn Sie über den Multischalter ein terrestrisches Signal eingeschleift haben, übernimmt die Dose auch die Aufteilung in Sat und Terrestrik.
In den meisten Fällen können Sie jedoch auf die Sat-Dose verzichten, einfach am Ende des Kabels direkt einen F-Stecker montieren und diesen am Receiver anschließen.

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Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: November 2009

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