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Satellitenempfang für Einsteiger

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Einführung in den Satelliten-Direktempfang
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Satellitenanlage selbst aufbauen - Montageanleitung
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Umrüsten analoger Anlagen auf Digitalempfang

Alles Wichtige über HDTV

Empfang englischer Sender auf Astra 2D
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Häufig gestellte Fragen rund um den Satellitenempfang

Einführung in DiSEqC

Unsichtbare bzw. unauffällige Satellitenschüsseln

LNB-Abstände beim Multifeed-Empfang

Narrensicherer Sat-Empfang - Hilfe für technisch unbegabte Mitmenschen
[Teil 2] [Teil 3] [Teil 4]

Besonderheiten beim Sat-Empfang in Österreich und der Schweiz

Empfang deutscher Programme im Ausland

Empfangsstärke / Schüsselgrößen im Vergleich

Filme vom Festplattenreceiver zum PC übertragen

Eigene DVB-Aufnahmen auf DVD brennen

DVB-Radio aufnehmen und MP3s erstellen oder CDs brennen

DVD-Recorder und DVD-Festplatte-Kombis für Digitalfernsehen nutzen

Fremdsprachen-Sender als Hilfe zum Sprachenlernen

Meine eigene Anlage - Wie ich zum Sat-Empfang kam

Weiterführende Links und Händler-Adressen

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Besonderheiten in Österreich und der Schweiz

Bemerkung: Der folgende Text ist schon etwas älter und entspricht nicht mehr in jeder Hinsicht dem aktuellen Stand.

Grundsätzlich kann man dort dieselben Empfangsanlagen wie in Deutschland benutzen.

Allerdings haben Österreicher und Schweizer ein Recht auf Empfang ihrer Heimatprogramme ORF bzw. SF-DRS, die bei der Satellitenausstrahlung aus urheberrechtlichen Gründen verschlüsselt sind. Um auch diese Sender zu sehen, sind Digitalreceiver mit entsprechenden Entschlüsselungsmodulen nötig. Ein einfacher FTA-Receiver reicht also nicht.

Die österreichischen Sender ORF 1 und 2 sowie ATV+ werden über Astra ausgestrahlt und in Cryptoworks verschlüsselt.
Es genügt eine Satellitenantenne für Astra. Der Receiver muß das Verschlüsselungssystem Cryptoworks beherrschen. Alternativ kann jeder Receiver mit CI-Schacht benutzt werden, in den dann ein CAM für das System Cryptoworks eingesteckt wird.
In den Kartenschlitz bzw. in das CAM kommt die SmartCard vom ORF. Beim Kauf eines Receivers in österreichischen Geschäften wird diese SmartCard bereits mitgeliefert, muß aber dann aber innerhalb 30 Tagen per Antrag endgültig freigeschaltet werden.
Alternativ kann die SmartCard gegen EUR 35,90 (einmalige Bearbeitungsgebühr) beim ORF bestellt werden. In jedem Fall muß der Benutzer in Österreich Gebührenzahler sein. Die Ausgabe mehrerer SmartCards pro Haushalt ist auf besonderen Antrag möglich. Die Benutzung der Karte im Ausland ist untersagt.
Wer in Österreich Premiere abonniert hat, kann mit seinem Premiere-Equipment auch den ORF entschlüsseln und benötigt keine separate ORF-Karte. Näheres erfahren Sie bei der Premiere-Anmeldung.
Der Informationssender TW1 wird immer unverschlüsselt ausgestrahlt, ebenso sämtliche Österreich-Radios. Außerdem gibt es unter dem Kürzel ORF E (ORF Europe) eine unverschlüsselte Version von ORF 2; allerdings fehlen dort die urheberrechtlich kritischen Sendungen (in dieser Zeit wird eine Videotext-Tafel gezeigt), und die ZIB um 19.30 Uhr wird verkleinert mit Gebärdendolmetscher gezeigt.

Alle sechs schweizer SRG-Sender (je 2 in deutsch, italienisch und französisch) werden über Hotbird ausgestrahlt und sind in Viaccess verschlüsselt. Der Receiver muß also das Verschlüsselungssystem Viaccess beherrschen, oder es wird ein Receiver mit CI-Schacht und einem Viaccess-CAM benutzt.
Sollen auch die üblichen Sender aus Deutschland empfangen werden (was in der Deutsch-Schweiz die Regel ist) muß eine Doppelfeed-Schüssel für Astra und Hotbird angeschafft werden.
Die nötige SmartCard können schweizer Gebührenzahler bei der SRG gegen eine Bearbeitungsgebühr von CHF 60,- beziehen. Auslandsschweizer dürfen die SmartCard gegen eine zusätzliche jährliche Gebühr von CHF 120,- (also insgesamt CHF 180,-) im gesamten Deckungsgebiet von Hotbird nutzen.
Alle DRS-Radiosender sind unverschlüsselt. Der Nachrichtensender SFi ist die meiste Zeit ebenfalls frei empfangbar und aktiviert die Verschlüsselung nur während urheberrechtlich kritischer Sportsendungen.

Einige deutsche Privatsender (Sat1, Kabel1, RTL2 usw.) sind auf Astra bzw. Hotbird als regionalisierte Versionen für Österreich und Schweiz verfügbar. Zu bestimmten Zeiten werden Nachrichteninhalte regionalisiert; die Werbeblöcke sind an die jeweiligen Länder angepaßt.
Die meisten dieser Regionalversionen sind frei empfangbar. Der Satellitennutzer kann also jederzeit zwischen dem Original und der österreichischen bzw. schweizer Regionalversion wählen. (In den Kabelnetzen dieser Länder sieht man nur jeweils die örtliche Variante.)

Da einerseits der Empfang verschlüsselter Sender einen höheren Aufwand erfordert, andererseits aber Nachrichten und landesspezifische Informationen z. T. frei zugänglich sind (SFi in der Schweiz bzw. ORF E in Österreich), lohnt sich der Entschlüsselungsaufwand nicht in jedem Fall. Gerade für Zweitgeräte dürfte in vielen Fällen ein FTA-Receiver ausreichen. Wenn unter den örtlichen Gegebenheiten unverschlüsselter terrestrischer Empfang möglich ist, wäre auch dieser eine preiswerte Alternative. Satellit wird dann eben nur für die deutschen FTA-Sender benutzt.

Es bleibt die Hoffnung, daß Ausstrahlungsrechte künftig flexibler vergeben werden und damit die urheberrechtlich notwendige Verschlüsselung abgebaut wird. Außerdem ist schon heute ist ein Großteil der Verschlüsselung überflüssig, weil Eigenproduktionen der Sender keinen fremden Rechten unterliegen. Der Entschluß, SFi und ORF E weitgehend unverschlüsselt zu zeigen, weist auf jeden Fall in die richtige Richtung.

Autor: Andreas Beitinger
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